HAITHABU-DANEWERK

Vor rund eintausend Jahren war Haithabu die größte Wikingerstadt Nordeuropas und eine der wichtigsten Handelsmetropolen. Mittlerweile hat die UNESCO die Siedlung und den historischen Seehandelsplatz in Haithabu sowie den Verteidigungswall Danewerk zum Weltkulturerbe ernannt.

Zwischen dem 8. und 11. Jahrhundert führte beim Handel in Europa kein Weg an Haithabu vorbei. Seine günstige geografische Lage an einer Engstelle zwischen dem Ostseearm Schlei und den Niederungen der Nordsee bei Schleswig machte die Wikingerstadt zum multikulturellen Handelszentrum – inmitten der Handelsnetze zwischen Nord- und Westeuropa sowie zwischen Skandinavien und dem kontinentalen Europa.

Ab dem 10. Jahrhundert war Haithabu in das Verteidigungssystem des Danewerk eingebettet. Der mächtige Befestigungswall mit Wehrgräben, Wallburgen und Seesperrwerk kontrollierte damals das Grenzland sowie die Landbrücke zwischen Nord- und Ostsee und gilt heute als größtes archäologisches Denkmal Nordeuropas.